Schreiben vom 16.3., an alle Bürger

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

in vielen persönlichen Gesprächen spüren wir die große Unsicherheit rund um das Thema Coronavirus. Wir sind sehr besorgt und möchten mit diesem kurzen Schreiben zur Stabilisierung der Lage beitragen

Harter Fakt: Statistisch ist heute, 16.3., bereits mindestens ein Schweigerner Bürger infiziert.

Problem: Die Infektion bleibt lange – etwa eine Woche – ohne Beschwerden. Der Nachweis braucht weitere Tage. Wir können die meisten Infektionen also nicht sehen, aus Erfahrungen in anderen Ländern wissen wir aber, dass sie bereits da sind.

Es ist inzwischen nicht mehr möglich nachzuvollziehen wer wen ansteckt. Das Beste ist es sich so gut wie möglich an die allgemeinen Regeln zur Übertragungsvermeidung zu halten.

  • meiden Sie unnötige oder aufschiebbare soziale Kontakte
  • bei sozialen Kontakten meiden Sie enge körperliche Nähe (Händeschütteln, Umarmungen…)
  • wenn Sie selbst erkältet sind: 2m Abstand zu Ihren Mitmenschen (so weit fliegen die Viruspartikel) und husten/niesen Sie in Einmaltaschentücher oder Ellenbeuge (nicht in Hand)
  • waschen Sie regelmäßig ihre Hände (besonders nach Einkaufen, Kontakten...)
  • vermeiden Sie unterwegs Kontakte der Hände mit dem Gesicht
  • Risikopersonen sind selbstverständlich ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, gerade der Kontakt zu Kindern sollte hier wohlüberlegt sein
  • Kinder entwickeln viel seltener Beschwerden, sind – weil unsichtbar infiziert - stark an der Weiterverbreitung beteiligt. Jetzt neue Betreuungsgruppen in wechselnder Zusammensetzung zu gründen verbreitet das Virus besonders gut. Daher wäre es in Absprache mit dem hoffentlich verständnisvollen Arbeitgeber besser die Kinder so viel wie möglich selbst – oder im gewohnten Familienkreis, oder wenigstens mit den gleichen Kindern wie vorher zusammen - zu betreuen

Typische Beschwerden einer Infektion sind Fieber und Husten, eine Rotznase spricht eher dagegen. Gefahr entsteht, wenn sich die oft beidseitige Lungenentzündung entwickelt – mit zunehmender Atemnot, bis zur Notwendigkeit einer künstlichen Beatmung. Und hier wird es in absehbarer Zeit – wie wir alle aus den Nachrichten und wir Ärzte von unseren internationalen Kollegen wissen – richtig eng mit der Versorgung.

Es wird Frühling in unserem schönen Dorf, Spazierengehen und im Garten arbeiten ist sicher nicht gefährlich und trägt zum Wohlbefinden bei. Ein kurzer Plausch unterwegs ohne direkten Körperkontakt ebenso.

In diesem Sinne – denken Sie an sich selbst und ihre Mitmenschen, bleiben Sie gesund.

 

Ihre Hausärzte vor Ort                                    
Christian & Roland Rechtenwald              

 

 

 

Patienteninformationsflyer von unserer Fachgesellschaft DEGAM.
Informationen des Robert-Koch-Institutes, insbesondere zu aktuellen Risikogebieten


Warum so schnell wie möglich "Lockdown"? (langer aber sehr erhellender Artikel, englisch, deutsche Version am Ende)

 

Was bringt räumliche Distanzierung (Simulation)?

 

Durchführung des Abstriches als Selbsttest

 

Empfehlungen zur korrekten Häuslichen Isolierung

 

Der Hausarzt: Praxishilfen

         

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